Stellungnahme zur Stadtratssitzung am 28.04.2010

Die planmäßige Stadtratssitzung am 28.04.2010 hat gezeigt, dass wenige Mitglieder des jetzigen Stadtrates nicht gewillt sind, effektiv für die Stadt Pößneck zu arbeiten. Um das Vorhaben eines Investors zu ermöglichen, wurde vom Bürgermeister und der Verwaltung – sicherlich unter Zeitdruck – eine Vorlage vorgelegt, die eine schnelle Realisierung der Maßnahme ermöglichen sollte.

Leider zeigt sich, dass durch die „Fraktion Roolant/Truschzinski“ effektive Arbeit im Stadtrat nicht mehr gewünscht ist, sicherlich parlamentarisch und laut Text der Thüringen Kommunalordnung wurde richtig interpretiert, das diese Vorlage nicht als Dringlichkeit auf die Tagesordnung gesetzt werden kann, so dass nach ½ Stunde Diskussion letztendlich eine erneute Haupt- und Finanzausschusssitzung, sowie eine Stadtratssitzung anberaumt werden muss.

Inwieweit hier Wählerinteressen vertreten werden und zum Wohl der Stadt gehandelt wird, wage ich zu bezweifeln. Offensichtlich spielen nur persönliche Eitelkeiten und Profilierungssucht eine Rolle, um sich in den Vordergrund zu spielen. Mit dieser Art der parlamentarischen Arbeit kann ich mich in keinster Form einverstanden erklären und somit ist eine Zusammenarbeit effektiv mit der „Fraktion Roolant/Truschzinski“ aus meiner Sicht nicht möglich.

Wie die Stadt Pößneck Ihre Zukunft mit einer derartig Investoren-unfreundlichen Arbeitsweise gestalten soll, ist mir unklar. Mit derartigen Verhaltensweisen ist jedoch für die Stadt Pößneck keine vernünftige Zukunftsperspektive zu erreichen. Ich hoffe, dass alle demokratischen Mitglieder im Pößnecker Stadtrat das auch erkennen und in Zukunft eine gemeinsame Sprache gegen diese Verfahrensweise sprechen. Alle Mitglieder des Stadtrates, die für das Wohl der Stadt Pößneck arbeiten, wollen nicht ihre Zeit mit sinnlosen Diskussionen über haarspalterische Kommasetzung und Bürokratie verbringen. Die Aufgabe unserer Fraktion muss es sein, die Führung im Stadtrat zu übernehmen und für die Stadt Pößneck mit den anderen demokratischen Kräften des Stadtrates zusammenzuarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Thomas Weidermann