Rundschreiben von Alf-H. Borchardt

Liebe Parteifreundin, lieber Parteifreund,
zunächst auf diesem Wege meine herzlichsten Wünsche für Sie und Ihre Familie für ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Neues Jahr, wenn wir auch schon wieder zwei Monate hinter uns haben. In diesem Jahr 2009 gilt es, über einen sehr langen Zeitraum hin Wahlkampf zu betreiben und zwar – im wahrsten Sinne des Wortes – auf allen Ebenen:

Wir wählen von den Gemeinde- und Stadträten über die Kreistage, den Landtag, den Bundestag bis zum Europäischen Parlament alle demokratischen Willensbildungsorgane und wir beabsichtigen als FDP – gemeinsam mit den Freien Wählern, wo sie sich uns anschließen wollen – in alle Parlamente einzuziehen und zwar so stark wie irgend möglich.

Im Wahlkreis Saale-Orla II, dem sog. „Unterland“, besser wohl Orlasenke, dürften die Aussichten so gut wie noch nie stehen, der CDU das Direktmandat für den Thüringer Landtag abzunehmen. Wann, wenn nicht jetzt? Ich stelle mich dieser Herausforderung als Bewerber für das Direktmandat und werde alles in meinen Kräften stehende unternehmen, um für die FDP in den Landtag einzuziehen. Allerdings werde ich es allein nicht schaffen können, ich bin vielmehr auf die Mithilfe möglichst vieler angewiesen, nicht nur an der Wahlurne am Wahltag, dem 30.08.2009, sondern bereits vorher im Wahlkampf, der jetzt langsam losgeht. Um diese Mithilfe bitte ich Sie. Ich bitte Sie darum, im Freundes- Bekannten- und Familienkreis dafür zu werben, am Wahltag vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und das Kreuz an der „richtigen Stelle“ zu machen.

Ich bitte Sie um jede Unterstützung, die Sie mir geben können, auch um die finanzielle Unterstützung des Wahlkampfs durch Spenden an den FDP-Kreisverband, da der Wahlkampf auch mit dem Einsatz von Geld verbunden sein wird. Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung beim Verteilen von Werbematerial, beim Aufhängen von Plakaten, bei der Teilnahme an Wahlkampfveranstaltungen.

Nur wenn wir alle zusammenhalten und unsere sicher nicht übergroße Mitgliedschaft in der Partei möglichst umfassend aktivieren, kann das große Ziel gelingen: Der Einzug in den Thüringer Landtag und die Ablösung der Alleinregierung der CDU in Thüringen. Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass die Alleinregierung der CDU – und das mit einer hauchdünnen Mehrheit – zu teilweise sinnwidrigen Kompromissen führte, um die Mehrheit bei Vorhaben der Landesregierung überhaupt durchsetzen zu können. In einer Koalition von FDP und CDU, also einer breiten bürgerlichen Verbindung kann es gelingen, unseren Freistaat weiter voranzubringen. Thüringen war das Urland des Liberalismus: Schon vor mehr als 130 Jahren gründeten sich die demokratisch strukturierten Studentenverbindungen, die Deutschland wollten und der Kleinstaaterei entgegentraten in Thüringen. Sei es die Deutsche Burschenschaft, sei es der Wingolf, der in Schleiz auf Einladung von Konrad Duden sich zu einem Verband christlicher, überkonfessioneller und nicht schlagender Verbindungen zusammen fand.

Thüringen war das Heimatland der Deutschen Industrie; hier und nicht in Bayern oder Württemberg wurde das erste industriell gefertigte Automobil hergestellt, hier begründeten Zeiss und Abbé die optische Industrie. Wir haben also einiges, auf das wir nicht nur stolz sein können, sondern auf dem wir aufbauen können und müssen. Wir müssen uns unserer Wurzeln bewußt werden und selbstbewußt - nicht selbstüberheblich - uns den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Dazu aber ist es notwendig, Abgeordnete in den Landtag zu entsenden, die wissen, was den Bürger umtreibt, die gezeigt haben, dass sie in der Lage sind, Verantwortung in Wirtschaft und Gesellschaft zu übernehmen. Ich habe vor nunmehr 18 Jahren in Pößneck eine Anwaltskanzlei gegründet; ich kam aus dem „funktionierenden“ Baden-Württemberg und stamme aus Niedersachsen. Ich bin hierher gekommen, um zu bleiben und meinen Anteil zu geben, Thüringen nach 40 Jahren sozialistischer Misswirtschaft und den Auswüchsen einer Einparteiengesellschaft wieder voran zu bringen.

Ich bilde seit 1992 junge Frauen und Männer aus, sowohl in der Erstausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten (früher Rechtsanwaltsgehilfin) als auch in der beruflichen (Um-)- Qualifikation oder in der Ausbildung zum Rechtsanwalt nach abgeschlossenem Studium. Mir sind die Stärken, aber auch die Schwächen der schulischen Ausbildung bewußt. Ich unterrichte seit 1992 in Schleiz an der Meisterschule für Zimmerer und gebe dort Rechtskunde, damit die jungen Frauen und Männer in diesem altehrwürdigen Handwerk das Rüstzeug bekommen, um sich nicht in den Fallstricken des Baurechts zu verheddern. Ich bin seit 1982 politisch aktiv, wenn auch zunächst für über 27 Jahre in der „falschen“ Partei, der CDU.

Seit 2004 bin ich Mitglied im Stadtrat von Pößneck und habe meinen Anteil dazu beigetragen, dass sach- und zielorientiert gearbeitet werden kann, zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger.Diese Tätigkeiten möchte und werde ich fortsetzen, wobei hierzu natürlich das Votum der Wähler notwendig ist. Darüber hinaus möchte ich meinen Teil gesellschaftlicher Mitverantwortung und Mitwirkung erweitern und als direkt gewählter Abgeordneter in den Thüringer Landtag einziehen. Nach meiner Kenntnis gab es bisher nur einen einzigen direkt in einen Landtag gewählten Abgeordneten der FDP, den seinerzeitigen Finanzminister des Landes Baden-Württemberg, Hermann Müller. Ihm möchte ich auch in dieser Hinsicht nacheifern, nachdem mich bereits anderes mit ihm verbindet. Im Wahlkampf geht es mir um das Aufzeigen von Alternativen, nicht jedoch darum, die Mitbewerber der demokratischen Parteien als Person anzugreifen. 2009 geht es in Thüringen darum zu entscheiden, ob eine bürgerliche Regierung zustande kommt oder ob wir es mit einem Bündnis von Links und Ganzlinks zu tun haben werden.

Wehret hessischen Verhältnissen! Dafür ist Thüringen zu schade, dass hier die SED/PDS/Linkspartei entweder den Ministerpräsidenten selbst stellt oder es ihr egal ist, wer unter ihr Ministerpräsident wird. Derartige Experimente brauchen wir nicht! Die Linksgruppierungen haben doch auf allen Ebenen gezeigt, wie sie versagen: Abgabenerhöhung auf Bundesebene ohne Sinn und Verstand, Angst schüren, ob mit Umweltthemen oder mit kriegerischen Auseinandersetzungen, nur vorgeschobene Politik für „den kleinen Mann“, tatsächlich aber vor Lobbyisten katzbuckeln. Ausweitung der Bürokratie und eine ungebremste Regelungswut. Der Bürger kann selbst am bersten entscheiden, was er mit seinem Geld tut oder läßt, wir brauchen da keine „Heilsbringer“, die ihre verquasten Theorien am Bürger ausprobieren!

Der leistende Bürger braucht einen Schutz vor dem überbordenden Staat, so wie derjenige, der unverschuldet daran gehindert ist, sich durch eigene Arbeit zu unterhalten, den Schutz und die Unter-stützung der Allgemeinheit braucht. Es kann aber nicht sein, dass sich jemand, der leistungsfähig ist, jedoch nicht leistungsbereit, auf Kosten Aller durchs Leben mogelt und dabei dann ein Anspruchsdenken an den Tag legt, dass sich jeder, der sein Geld durch seiner Hände Arbeit verdient, auf den Arm genommen fühlen muss. Diese Fehleinstellung fängt in der Schule an, wenn Schüler meinen, sie hätten nur Rechte, aber keine Pflichten, wenn es einer zunehmenden Zahl von Schülern „gelingt“, ohne Schulabschluß die Schule zu beenden, was zwangsläufig dazu führt, dass an eine Berufsausbildung nicht zu denken ist. Es geht weiter, wenn Auszubildende (Lehrlinge) als erstes wissen, was sie nicht tun wollen oder müssen, jedoch verkennen, dass nur die Leistung in der Ausbildung für den späteren Beruf qualifiziert. Und es findet seinen „Höhepunkt“ darin, wenn Studenten nach 10 oder noch mehr Jahren die Universität ohne jeden Abschluss nach nicht nur einem Studiengang verlassen. Traurige Berühmtheiten finden wir dann in der Politik wieder. Taugen solche Personen als Abgeordnete? Ich denke nein! Wie soll jemand die Probleme eines Staates (mit-)lösen, wenn er seine ureigensten Probleme der Berufsausbildung nicht gelöst bekommt? In Thüringen, in Ostthüringen und im Wahlkreis 34 liegen noch hinreichend Probleme an, die der Lösung harren, sei es die immer noch unzureichende Infrastruktur, sei es die Ansiedlung, das Halten und Konsolidieren der Arbeit gebenden Betriebe. Wir müssen uns von der Vorstellung trennen, dass einige wenige große Betriebe eine hinreichende Zahl von Arbeitsplätzen schaffen könnten.

Die Mehrzahl der Arbeitsplätze wird durch den Mittelstand – und hier durch die kleineren mittelständigen Betriebe – geschaffen. Damit ist der Mittelstand zu stärken! Und das gelingt am besten, wenn wir Regelungswut und Bürokratismus einen Riegel vorschieben, wenn wir dafür Sorge tragen, dass die Unternehmen Geld verdienen können – auch durch Aufträge der öffentlichen Hand gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Wirtschaftstheoretische Versuchsobjekte linksorientierter Politik können und dürfen weder die Unternehmen noch die Bürger werden.

Helfen Sie mit, gehen Sie zur Wahl, veranlassen Sie jeden Ihrer Freunde, Bekannten und Verwandten, zur Wahl zu gehen.

Ich bin Ihnen auch für jede persönliche Hilfe dankbar.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Alf-H. Borchardt

Direktkandidat WK 34