Pressemitteilung der Fraktion FDP/Freie Wähler

Hallo Pößnecker, der Bau des neuen Hallenbades liegt im Zeit- und Kostenrahmen!
Eigentlich sollten wir stolz sein, dass es uns gelingt, bei reduzierten Finanzmöglichkeiten ein neues Bad zu errichten.
Nach langer, konstruktiver Diskussion im Stadtrat, auch mit den Vereinen sowie in anderen Gremien wurde der Badneubau von der Stadt vorbereitet und begonnen.
Da muss die Haushaltführung schon stimmen, um die vielfältigen Vorhaben der Stadt realisierbar zu halten. Nicht zu vergessen, was aus dem Schützenhaus oder aus dem Bad am Wald wird, muss auch geklärt werden.

Trotz intensiver Bemühungen der Stadt um eine Förderung des Badbaues gab es leider keine Fördermittel. Somit standen wir vor der Frage, ob überhaupt der Neubau möglich ist. Das gelöst zu haben, ist gegenwärtig einmalig in Thüringen. Bei einem um eine Bahn kleineren Bad waren erst Einsparungen am Baukörper und der technischen Ausrüstung so möglich, um mit eigenen Mitteln zu bauen In die Gespräche waren die Vereine integriert, aber das Anspruchsdenken Einzelner war nicht realisierbar.

Spätestens nach Vorlage dieses Konzeptes waren alle Beteiligten, Befürworter einschließlich die das Vorhaben unterstützenden Stadträte „beklopft“ bzw. wurden als „Jünger von Pleiten-Pech und Pannen“ (OTZ Dez. 2010) beschimpft.
Die Vorwürfe, die Stadt kümmere sich nicht um die Vereine, weisen wir auf das Schärfste zurück. Alle Stadträte haben sich dazu bekannt, für die Vereine parallel den Neubau des Bades mit gleichzeitiger Betreibung des „alten“ Bades zu gewährleisten. Ansonsten wäre für mindestens 2 Jahre kein Schwimmsport möglich gewesen.
Die jetzt zum Teil in der Presse veröffentlichten Meinungen, „es wurde niemand gefragt“, „es wurde mit keinem über die Nutzungskonzepte bzw. die Bauvorhaben gesprochen“, sind nicht gerechtfertigt. Im neuen Stadtbad werden sich die Bedingungen für die Vereine um Einiges verbessern. Vor allem auch für „Submarin“.

Es ist Aufgabe des Betreibers „Stadtmarketing- GmbH Pößneck“, ein Nutzungskonzept vorzulegen. Das liegt seit Dezember als Diskussionsgrundlage vor. Es als ein Papier hin zu stellen, dass den Vereinssport in Pößneck vernichtet, ist nicht gerechtfertigt.
Für alle Nutzergruppen - auch Vereine – gilt, dass ein Entgelt für die Nutzung zu zahlen ist, um ein dauerhaftes Betreiben des Bades zu gewährleisten. Das müssen alle Beteiligten akzeptieren. Es darf nicht so argumentiert werden, als könne Pößneck alles und wolle nur nicht. Zu den Preisen für die Schwimmsport-Vereine möchten wir auf die Ausgaben anderer Vereine für Hallennutzung oder von Eltern für den Musikschulbesuch ihrer Kinder hinweisen.
Neben der jährlichen Förderung für alle Vereine gilt es aber auch, soziale Verantwortung für Kindereinrichtungen und andere Bedürftige in den Haushalt einzubauen.
Dieser Verantwortung werden sich Stadtverwaltung und die Stadträte nicht entziehen, immer zum Wohl und den Interessen aller Einwohner verpflichtet.

Dr. Th. Weidermann, S. Würzl und Fraktion FDP/Freie Wähler